Geschichte

Vereinsleben in unserer Gemeinde

Aus «Opfikon-Glattbrugg, Einst und Jetzt» von Th. Maag, 1969

Freizeit-Aktion

Der Verein Freizeit-Aktion Opfikon-Glattbrugg ist (zur Zeit) das jüngste Glied in der Vereinsgeschichte unserer Gemeinde. Sein Entstehen liegt zwar auch schon fünf Jahre zurück. Die Schulpflege, unter dem damaligen Präsidium vom Dr. Th. Ulrich , hat am 8. März 1963 erstmals dem Freizeitdienst der Pro Juventute Kontakt aufgenommen und sich orientieren lassen, in welcher Form eine Feizeit-Anlage in die neue Schulanlage "Mettlen" eingebaut werden könnte. Zu jenem Zeitpunkt stand schon fest, dass die heute bestehenden Arbeitsräume für den obigen Zweck verfügbar wären. Hierüber entschied dann die Schulpflege am 8. März 1963 endgültig, und damit war eine wichtige Voraussetzung für das Werden unseres Vereins erfüllt.

Auf den 15. Mai gleichen Jahres wurden dann die Interessenten, Vereine und Jugendorganisationen unserer Ortschaft eingeladen, sich anhand eines Dia-Vortrages des Freizeitdienstes Pro Juventute über bestehende Freizeit-Anlagen in Zürich und im Ausland orientieren zu lassen; 29 Interessenten nahmen daran teil. An einer weiteren Zusammenkunft vom 6. November 1963 wurden die Arbeitsgruppen gebildet, welche den Aufbau an die Hand nehmen sollten. Um sich über die Gestaltung und Benützung der künftigen Räume ein Bild machen zu können, besuchte man die bestehenden Anlagen Buchegg, Wipkingen und Leimbach. (In der Stadt Zürich ist die erste Freizeitanlage 1953 eröffnet worden; 1968 standen bereits acht solche zur Verfügung.)

In einer Sitzung vom 24. Juni 1964 teilte man uns anhand der Baupläne die Räume zu, und nun wurden die Arbeiten zur Beschaffung der für die Einrichtung notwendigen Mittel an die Hand genommen. Die Handel- und Gewerbetreibenden wurden um Spenden angegangen, Schul- und Politische Gemeinde um finanzielle Unterstützung gebeten. Die Behörden bewilligten die nachgesuchten Beträge, und Spenden gingen so zahlreich ein, dass die Einrichtung der ersten Etappe im Laufe des Sommers 1965 aufgenommen werden konnte. Allen Spendern sei an dieser Stelle nochmals bestens gedankt.

Mit Rücksicht auf die Zur Verfügung gestellten öffentlichen Geldern war es nun nötig, einen Verein mit Statuten zu gründen. Letztere wurden vom Initianten, Dr. Th. Ulrich, entworfen und anlässlich der Gründungsversammlung am 14. Februar 1966 gutgeheissen. Zu diesem Zeitpunkt standen die Holzwerkstatt, der Bastelraum und der Webraum zur Benützung bereit. Für die zweite Etappe waren die Metallwerkstatt und ein Photolabor vorgesehen. Bis heute, Anfang 1969, konnte jedoch nur die erstere Einrichtung realisiert werden, da sich zum Einrichten des Photolabors keine Interessenten zur Verfügung stellten.

Was soll mit der Freizeit-Anlage "Mettlen" bezweckt werden? Nun, sie steht allen Einwohnern unserer Gemeinde, welche in handwerklicher oder auch schöpferischer Art etwas leisten und so die Freizeit nützlich verbringen möchten, offen. Der Jugend soll sie zu den dafür bestimmten Zeiten, sofern die notwendigen Leiter sich finden lassen, zu frohem Schaffen unter Gleichgesinnten dienen. Mit viel Mut und Optimismus wurde versucht, einen Beitrag zu intensiverem Gemeindeleben zu leisten und eine weitere Stätte gemeinsamen Wirkens aufzubauen. Unsere Freizeitanlage soll für jung und alt zu einem Treffpunkt werden, von welchem viele gesunde Impulse ausgehen können. Der Verein Freizeit-Aktion will eine Institution sein, die keine der übrigen kulturellen Einrichtungen konkurrenziert, vielmehr eine bestehende Lücke auszufüllen versucht.

Über die Öffnungszeiten unserer Werkstätten geben die periodischen Publikationen im Gemeinde-Anzeiger Auskunft. Wann nehmen Sie Ihre erste Arbeit in Angriff? Wir sind bereit, Ihnen dabei mit Rat und Hilfe beizustehen.

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